Agenturen/Verlage

Drei Liter Himmel

Verlagsunterlagen

Autor: Uwe Rudnick
Kontakt: autor@uwerudnick.com | Tel. 0177 78 02 555
Adresse: Silberblick 20 · 99425 Weimar


Exposé

Genre: Historischer Coming-of-Age-Roman
Umfang: ca. 320 Normseiten (≈ 77.000 Wörter)
Zielgruppe: Literarisch interessierte Leser:innen mit Interesse an Zeitgeschichte und figurenzentrierten Geschichten

Prämisse

Ein Jugendlicher wächst im Sommer 1944 in Weimar zwischen Freundschaft, erster Liebe und tödlicher Gefahr auf – während zwei jüdische Mädchen in seinem Nachbargarten versteckt sind und die Gestapo näher rückt.

Inhaltsangabe

Karl-Leopold, genannt Flocke, wächst ohne Mutter und mit einem emotional abwesenden Vater auf. Er lernt früh: Überleben heißt unauffällig bleiben, beobachten, sich erinnern. 1943 tritt Zack in sein Leben, Sohn eines hohen SS-Offiziers: brillant, anziehend, im Hass auf den eigenen Vater auch gefährlich. Gemeinsam errichten Flocke und Zack im Garten am Stadtrand einen Gegenraum zum Krieg.

Bald entdecken sie zwei jüdische Mädchen, versteckt im Nachbargarten, behütet von der 17-jährigen Fiona. Zack fantasiert von Anschlägen auf seinen Vater, den Gauleiter, auf Hitler; doch Fiona gelingt es, ihn und Flocke auf den Schutz der Mädchen einzuschwören. Flocke weiß, was auf dem Spiel steht – auch für sein Umfeld; sein Vater ist Polizist.

Die Gestapo kommt dem Versteck näher. Am Ende geht es um Stunden: Die Mädchen müssen fliehen. Fiona und Zack brechen mit ihnen nach Norden auf. Flocke bleibt zurück und verwischt Spuren. Am 20. Juli scheitert das Attentat auf Hitler; tags darauf greifen die Behörden durch. Flocke flieht – und wird gestellt.

Offenes Ende: Ob die Mädchen Schweden erreichen, bleibt ungewiss. Der Band ist stand-alone; weiterer Stoff ist angelegt.

Historischer Hintergrund

Der Roman folgt realen Fallspuren: 1943 wurden zwei jüdische Mädchen aus Berlin nach Weimar gebracht und im Garten einer Frau versteckt, deren Mann an der Front war. Die Frau wurde später als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt; spätere Recherchen warfen jedoch Zweifel an Teilen des Retterinnen-Narrativs auf. Die Mädchen wurden 1944 entdeckt, deportiert und ermordet.

Der offene Schluss des Romans wahrt diese historische Ungewissheit und verschiebt die moralische Frage vom „Heldenmythos“ hin zur Konsequenz individuellen Muts. Fiona fungiert im Roman als fiktionale Stellvertreterin.

Themen & Ton

  • Coming-of-Age unter Diktatur: Anpassung vs. Gewissen; Loyalität vs. Zivilcourage
  • Mut und Risiko: Schutz organisieren trotz Lebensgefahr (Vierzehnjähriger, Vater Polizist)
  • Erste Liebe im Schatten der Verfolgung
  • Erzählstimme: Ich-Perspektive; anfangs tastend-kindlich, spürbar reifend bis Sommer 1944

Einordnung & Vergleichstitel

  • Robert Seethaler: Der Trafikant – figurnahe, leise erzählte Reifungsgeschichte im historischen Druckkessel
  • Anthony Doerr: Alles Licht, das wir nicht sehen – Zweiter Weltkrieg aus jugendlicher Perspektive, atmosphärische Spannung abseits der Front

Alleinstellungsmerkmal

  • Weimar als präzise kartierte Mikro-Topografie; der Garten als Knotenpunkt von Versteck, Dreiecksbeziehung (Erzähler–Zack–Fiona) und Fluchtvorbereitung
  • Historische Fundierung ohne Dozentenstimme; eine Stimme, die mit dem Erzähler hörbar reift
  • Stand-alone-Erzählung mit weiterem Stoffpotenzial; moralische Spannung entsteht aus konkretem Handeln statt aus Frontdrama

Leseprobe

(vollständiges Manuskript auf Anfrage verfügbar)

bitte anfordern:


Uwe Rudnick
Silberblick 20 · 99425 Weimar
Tel. 0177 78 02 555
autor@uwerudnick.com
www.uwerudnick.com